Grandiose Landschaftsaufnahmen am 20.November

Eindrucksvolle Bilder vom Annapurna Circiut

„Annapurna Circuit – wenn Langsamkeit zum Erfolg führt“ ist das Motto eines eindrucksvollen Reiseberichts des Stadtsteinachers Bernd Hofmann. Seine grandiosen Landschaftsaufnahmen wird er am Mittwoch, den 20. November um 19.00 Uhr im Vortragssaal des MUPÄZ zeigen

Hofmann ist Vorsitzender der Alpenvereinssektion Selb und war im Mai 2019 mit einer Reisegruppe in Nepal. Dabei wurde das Annapurna-Massiv über den 5416 Meter hohen Thorong-Passumrundet.

Das Annapurna Himal ist eine bis zu 8091 m hohe nepalische Gebirgsgruppe im Himalaya. Zum Massiv gehören mit dem Achttausender Annapurna und der 7937 m hohen Annapurna II zwei der höchsten 16 Berge der Erde. 

Der Himalaya ist ein Hochgebirgssystem in Asien. Es ist das höchste Gebirge der Erde und liegt zwischen dem indischen Subkontinent im Süden und dem Tibetischen Hochland im Norden. Und sozusagen mittendrinn liegt der kleine Binnenstaat Nepal – Ziel vieler Bergsteiger. Insbesondere die Umrundung des Annapurna Himal auf dem Annapurna Circuit ist eine beliebte Trekkingreise. 

Dr. Volker Seitter, Mitglied des Vorstandes des Vereins „Nepalhilfe Kulmbach e.V.“ kennt den Vortrag bereits: „Besonders beeindruckend ist, das uns Bernd Hofmann mit auf die Reise nimmt. Start seiner Tour ist auf 880 Meter über Meereshöhe. Er  lässt uns an seiner 21-tägigen Reise teilhaben. Man kann die innere Einkehr und die Konzentration der Teilnehmer sehr konkret nachfühlen! Umso erfreulicher, das die Herausforderung gelingt, mit Hilfe des Tour-Guides und der Gepäckträger! Als die Passhöhe des Thorong La mit 5416 Meter erreicht ist fällt spürbar die Anspannung ab! Wir erleben nicht nur die Strecke und deren Herausforderungen, sondern auch die Resorts, die Verpflegung und die unglaublich beeindruckende Bergwelt, aber auch die Entwicklung und die Veränderung von Nepal wird angesprochen.“

Wann: Mittwoch, 20. November – 19.00 Uhr

Wo: Kulmbacher Mönchshof – MUPÄZ

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Spenden kommen der Nepalhilfe Kulmbach zugute.

Strahlende Gesichter bei unseren Patenkindern

Je nach Bedarf erhalten unsere Patenkinder neue Schulkleidung und Schuhe. Die Kinder sind begeistert und wissen die Unterstützung zu schätzen. Ein besonderer Schultag geht zu Ende. Wir sollen alle Pateneltern herzlich grüßen !! Dhanyabad (DANKE).

Vortrag am 14. November über Nepal von und mit Sigrid Daum.


Armes reiches Land

Das Jahresprogramm des Pilgerbüros Marienweiher  beinhaltet neben spirituellen Aktionen und Konzerten auch  kulturelle Veranstaltungen. In dieser Reihe präsentiert Sigrid Daum am Donnerstag, den 14. November um 19.00 Uhr ihren Vortrag „armes reiches Land“ im Wallfahrerhaus Marienweiher. Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt und wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht – noch immer sind fast 40 % der Kinder unterernährt

Mit eindrucksvollen Bildern von Land und Leuten zeigt Sigrid Daum, wie sich ein Ort durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ nachhaltig verändern kann, wie sich Menschen entwickeln und alte traditionsbedingte Hemmschuhe überwunden werden können.

 „Es war nicht mein erster Besuch in Nepal – ich bin gerne wieder in dieses wunderbare Land gereist, um meine Eindrücke aufzufrischen“, so Sigrid Daum, die seit nunmehr dreizehn Jahren den Verein „Nepalhilfe Kulmbach“ unterstützt und seit fast drei Jahren dem Beirat angehört.

Eingebettet in die höchsten Berge der Welt, dem Himalaya, liegt Nepal, das Land der Mythen, Legenden und der Götter- oder doch nur eines Gottes?  Auch dieser Frage ist Sigrid Daum nachgegangen  als sie 2017 vier Wochen für die Nepalhilfe Kulmbach in Nepal unterwegs war, um verschiedene Hilfsaktionen zu begleiten.

Offiziell ist Nepal ein hinduistisches Land. Der Hinduismus ist die drittgrößte Religion unserer Erde – rund 750 Millionen Menschen bekennen sich zu dieser Religion. Sie beeinflusst das tägliche Leben und ist Ursprung der traditionellen Kultur des Landes. Rund 80 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Hinduismus, etwa 10 Prozent zum Buddhismus und 4 Prozent zum Islam – der Rest setzt sich aus Jains, Christen, Animisten u.a. zusammen.

Die beiden bedeutendsten Religionen Hinduismus und Buddhismus prägen das Land mit seinen unzähligen Tempeln, Schreinen und anderen Heiligtümern. Der Ablauf des täglichen Lebens wird im hohen Maße von den Religionen bestimmt. Das hinduistische Kastenwesen lähmt noch immer den wirtschaftlichen Aufschwung, obwohl es bereits seit 2005 abgeschafft ist.

Sie besuchte Malekhu, ein Dorf mit ca. 3000 Einwohnern, das man nach ca. 4 – 5 Stunden Fahrt von der Hauptstadt Kathmandu Richtung Westen erreicht. Es ist ein ursprünglich armer Ort, der seit 15 Jahren wichtige Impulse für Wirtschaft und Bildung von der Nepalhilfe Kulmbach bekommt. Danach wohnte sie zwei  Wochen bei einer nepalesischen Familie in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals und Ausgangspunkt der meisten Nepalreisen. „Die Gastfreundschaft der Nepalesen ist unbeschreiblich – sofort war ich Teil der Familie und ebenso der gesamten Hausgemeinschaft. Für alle war ich `Didi`, die große Schwester und alle Türen des Vierfamilienhauses standen mir offen.“ 

Wieder war sie begeistert von der nepalesischen Metropole mit ihren vielen kulturellen Schätzen, wie den Swayambunath und Pashupatinath Tempeln und vor allem vom „schlafenden Vishnu“, der ihr besonders nette Erlebnisse mit den kleinen Kindermönchen vermittelte, die den Tempelbezirk „managen“. 

Aber auch in den anderen alten Königsstädten im Kathmandu-Tal, Bhaktatpur und Patan, gab es wieder viel zu entdecken. „Trotz aller Betriebsamkeit  herrscht dort spirituelle Beschaulichkeit in einer teils noch fast mittelalterliche Atmosphäre“, so Sigrid Daum. 

Zu vielen Bildern gibt es Geschichte und Geschichten, die den kulturellen Eindruck des liebenswerten Landes abrunden.

Besonders beeindruckend fand sie die Freundlichkeit und die Genügsamkeit der Menschen, die offensichtlich trotz dem äußeren Mangel einen immensen inneren Reichtum ausstrahlten.

Wo: Wallfahrerhaus Marienwerder

Eintritt frei – Spenden erwünscht, diese gehen zu Gunsten der Nepalhilfe Kulmbach und kommen zu 100% den Bedürftigen zu Gute.

Eine Reise nach Nepal – 7.3 bis 21.3.2020 mit dem Reisebüro Schaffranek.

Im kommenden Jahr werden wir mit dem Reisebüro Schaffranek eine Reise nach Nepal unternehmen. Dabei wollen wir uns kulturelle Höhepunkte in und um Kathmandu anschau´n, aber auch Malekhu besuchen und einige Projekte der Nepalhilfe Kulmbach – Pateneltern bekommen Gelegenheit, ihre Patenkinder zu treffen. 

Nepal-Reise 2020
Die Reise nach Nepal 07.03. bis 21.03.2020
Kommen Sie mit?
Hiermit ergeht herzliche Einladung an alle Mitglieder und Pateneltern,
die einmalige Möglichkeit wahrzunehmen, eine Reise zu den
Sehenswürdigkeiten Nepals zu unternehmen, die Projekte der NHK vor
Ort zu besichtigen und damit einen Besuch der Patenkinder zu verbinden.Wir werden zusammen mit dem „Reise Center Schaffranek“ gemeinsam Nepal erleben, ein Land mit einzigartiger Kultur und traumhaften
Landschaften.
Anmeldung bis 30.11. bei Reiseveranstalter„ReiseCenter Schaffranek“ – Ihre Ansprechpartnerin ist Kristin Schaffranek, 09221/958318 oder
e-mail: k.schaffranek@schaffranek-kulmbach.de
Vor der Reise wird es einen Infoabend mit der Ausgabe der Reise-
unterlagen geben.
Reisepreis pro Person 1.798 Euro im Doppelzimmer
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen

Die Reisebegleitung übernimmt unser Beirats Mitglied Sigrid Daum ab
Kulmbach. Die Reise in Nepal leitet unser „Mann in Nepal“ Shyam
Neupane, der seit ein paar Jahren ein Reisebüro in Bhaktapur betreibt.   


Eingeschlossene Leistungen: Flug in der Economy Class von Frankfurt nach Kathmandu und zurück mit „Turkish Airlines“Flughafensteuern, Lande- und Sicherheitsgebühren(Stand Juli 2019) Visagebühren
Alle Fahrten im landestypischen Reisebus
8 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im
Landeskategorie 4**** Hotel Jampa
4 Übernachtungen im einfachen Gästehaus Peace Hea- ven, Malekhu

13 x Frühstück inkl. Tee und Kaffee, 13 x kleines Mittagessen, 13 x
Abendessen. Pro Tag, pro Gast eine Flasche Wasser
Alle im Programm ausgeschrieben Ausflüge, Besichtigungen und
Eintrittsgebühren. Deutschsprachige Reiseleitung durch Shyam
Neupane. Einheimische Gebühren und Steuern in Nepal

Anmeldeschluss ist bereits am 30. 11. – Reise-Anmeldung bitte direkt beim Reisebüro Schaffranek.

Herzliche Grüße

Sigrid Daum

Mitglied im Beirat

Einsatz der Zahnärztin Dr.Angela Schweda in Malekhu.

Direkt nach der Landung am Flughafen ging es mit dem Bus weiter nach Malekhu.

Herzliche Begrüßung durch die Schulkinder

Dr. Angela Schweda (links ) und Ranjita (Verantwortliche für die Krankenstation) bei der Behandlung.

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Angela Schweda für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Termin Vorankündigung

Annapurna Circuit – wenn Langsamkeit zum Erfolg führt

Referent: Bernd Hofmann (Stadtsteinach)

Der Referent ist Vorsitzender der Alpenvereinssektion Selb und war im Mai 2019 mit einer Reisegruppe in Nepal. Dabei wurde das Annapurna-Massiv über den 5416 Meter hohen Thorong-Pass umrundet.

Bernd Hofmann erzählt uns von seiner Wanderung auf dem Annapurna Circuit. 

„Der Annapurna Circuit ist eine Trekkingroute (Fernwanderweg) um die Annapurna-Gebirgskette im nepalesischen Himalaya. Die komplette Runde kann von durchschnittlich akklimatisierten und konditionell vorbereiteten Trekkern in 18 bis 21 Tagen begangen werden und gilt als eine der schönsten und abwechslungsreichsten der Welt. Der größte Teil der Strecke führt durch das Gebiet des Annapurna Conservation Area Project (ACAP), dem ersten und größten Landschaftsschutzgebiet Nepals.“ (Quelle: Wikipedia)

Außerdem berichten unsere diesjährigen Nepalreisenden von ihren Erfahrungen und Eindrücken.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Spenden kommen der Nepalhilfe Kulmbach zugute.

Aktionstag „Lauf für Nepal“ erzielt neues Rekordergebnis

Auch am Ende des Schuljahres 2018/19 fand am E.T.A. Hoffmann-Gymnasium in Bamberg wieder der Aktionstag „Lauf für Nepal“ statt, an dem alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe teilnahmen. 

Nach dem Motto „Schüler laufen für Schüler“ wurden wieder zahlreiche Kilometer gelaufen, um die Kinder in Nepal zu unterstützen. Besonders fleißig hatten dieses Jahr einzelne Schülerinnen und Schüler Sponsoren gesucht und echte Rekordwerte beim Geldeinsammeln erzielt: vier Schülerinnen und Schüler trugen jeweils über 500 € zum Gesamtergebnis bei, eine Schülerin hatte dafür 18 Spender aktiviert, ein anderer Schüler erzielte sogar die stolze Summe von 577 €. 

Besonders beeindruckte dabei die Geschichte einer Schülerin aus der 8. Jahrgangsstufe, die um eine Teilnahme am Spendenlauf gebeten hatte und dabei nicht nur 14 km gelaufen war, sondern letztendlich ebenfalls über 500€ zum Gesamtergebnis beisteuerte. Dabei hatte sie über 400 € davon im Laufe des Jahres selbst zusammen gespart. Sie hatte von ihrem wöchentlichen Taschengeld und von erhaltenen Geldgeschenken immer einen Teil in eine Spendenbox gelegt, da sie der Ansicht ist, dass mit diesem Geld eine Familie in Nepal für ein Jahr über die Runden kommen kann und es ihr hier gut genug geht, um auf dieses Geld verzichten zu können.

Auch ein Lehrer hatte sich an seinem „runden“ Geburtstag anstatt von Geschenken Spenden für Nepal gewünscht und auf diese Weise eine beachtliche Summe zum Gesamtergebnis beigesteuert. Und auch die restliche Schulfamilie half wieder fleißig mit, um möglichst viel Geld nach Nepal schicken zu können. Zwei Lehrer liefen ebenfalls mit und wurden von vielen Kolleginnen und Kollegen als Sponsoren unterstützt, fleißige Schülerinnen und Schüler aus der 5. Klasse verkauften am Schulfest und Informationstag Artikel aus Nepal und einige Schülerinnen und Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe erarbeiteten Geldbeträge im Rahmen eines Sozialen Tages. Durch diese großen, gemeinsamen Anstrengungen konnte das großartige Ergebnis des Vorjahres sogar deutlich übertroffen werden: Am letzten Schultag wurde im Rahmen der Schuljahresabschlussfeier Herrn Dr.Seitter und Frau Hölzel, als Vertreter der Nepalhilfe Kulmbach, die stolze Summe von 17.700 € übergeben.

Mit dem guten Gefühl auf diese Weise vielen Kindern in Nepal zu helfen und ihnen ein warmes Mittagessen zu ermöglichen, kann die Schulfamilie des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums zufrieden in die Ferien starten. 

        Judith Heublein

Herzlichen Dank an „Hossfeld Optik Aktiv GmbH“

Seit Jahren unterstützen Bärbel Dinkel und Wolfgang Hossfeld, vom Brillenladen Hossfeld Optik Aktiv GmbH aus Bamberg, die Nepalhilfe Kulmbach. Vielen Kindern und auch Erwachsenen wurde es bereits ermöglicht durch perfekt ausgemessene Brillengläser wieder gut zu sehen. Während ihres Aufenthaltes in Nepal wurden in unserer Krankenstation die Kinderaugen von den beiden professionell vermessen. Auch eine ältere Frau, die ganz schlecht gesehen hat, wurde geholfen. Anstelle eines „leeren Rucksackes“ haben beide eine Menge Arbeit mit zurück nach Bamberg genommen. Die bunten Brillengestelle erhielten die notwendigen Sehschärfe Gläser. Durch das perfekt Netzwerk der Nepalhilfe Kulmbach wurden ein paar Tage später die fertig gestellten Brillen mit der nächsten Reisegruppe nach Nepal, Malekhu transportiert. Alle Kinder haben sich auf ihre neuen Brillen gefreut und tragen diese mit Stolz. Nachfolgend ein paar Bilder von Bärbel und Wolfgang, sowie unseren Schulkindern.

Erneut ein herzliches Dankeschön an Bärbel und Wolfgang !! Toll das wir Euch als Unterstützer haben.

Stolz tragen die Kinder ihre neuen Brillen.

Ausstellung über Frauenpower in Nepal

Zu einem fröhlichen Ausstellungsauftakt fanden sich am Samstagvormittag  Vorstände und Freunde der Nepalhilfe Kulmbach im Café Schoberth ein. Der Würzburger Fotograf und Filmemacher Thomas Feser  hatte unter dem Motto „Nepals starke Frauen“ einige seiner Bilder zusammengestellt, die ab nun zum Betrachten einladen. Sie geben einen Einblick in die Lebenswelt von nepalesischen Mädchen und Frauen.

Die erste Vorsitzende des renommierten Kulmbacher Vereins, Sonja Promeuschel die Gäste und vor allem Thomas Feser „für die vielseitige Unterstützung , insbesondere für die Bereitstellung seiner tollen Bilder für diese Ausstellung, mit der wir wieder mal auf unsere Arbeit aufmerksam machen können, aber auch, dass er uns immer wieder Bilder zur Verfügung stellt – sei es  für diverse Kalender, Nepalnachrichten und vieles mehr“. Ihren Dank unterstrich sie, wie es in Nepal üblich ist, indem sie ihm einen Schal umlegte: „das bedeutet in Nepal seiner Dankbarkeit und der freundschaftlichen Gesinnung Ausdruck zu geben“.

Ihr Dank galt außerdem Dr. Gaby Phillip, die die Ausstellung organisiert hat, der Wirtin Ingeborg Düreth, die ihr Café aus Ausstellungsraum zur Verfügung stellt und dem Ehepaar Manfred und Christine Ströhlein, die es übernommen hatten, die Bilder zu rahmen und aufzuhängen.


Den Künstler vorzustellen übernahm Dr. Gaby Phillip, langjähriges Mitglied der Nepalhilfe Kulmbach, denn keiner der Anwesenden kannte Thomas Feser so gut wie sie, ist er doch ihr Neffe. Sie erzählte, wie sie ihn vor ein paar Jahren zum ersten Mal mit nach Nepal lockte, wie er abgelegene Dörfer und pulsierende Städte besuchte und plauderte ein wenig aus dem „Nähkästchen“. So staunte sie, wie es ihm gelang nach spontan zu den Menschen Kontakt zu finden. „Nach kürzester Zeit hatte er erst die Kinder und dann die Erwachsenen für sich so aufgeschlossen, dass sie ihn mit zu sich nach Hause nahmen. Er kam in Haushalte, die ich als erfahrene Nepalreisende noch nicht gesehen hatte.“

Bei einem Rundgang durch die kleine aber feine Ausstellungkonnte Thomas Feser davon erzählen, wie die einzelnen Bilder zustande gekommen waren und was in bewogen hatte, sich auf das Thema „Nepals starke Frauen“ einzulassen: „Frauen sind meiner Meinung nach verantwortlich dafür, dass die Nepalesen nach dem großen Erdbeben in 2015 nicht in Depression verfallen sind, sondern angepackt haben und für den gesellschaftlichen Aufbruch gesorgt haben. Sie beweisen täglich Mut zur Veränderung und übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen.“

In einem Land der Armut zeigt er Frauen zwischen Sehnsucht, Hoffnung und Begeisterung, die Stärke nicht durch ihre Muskeln, sondern durch ihre Entschlossenheit ausstrahlen. Eine Ausstellung berührender Bilder, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr
Samstag von 7 bis 17 Uhr
Sonntag von 12 bis 17 Uhr

„Nepals starke Frauen“ im Café Schoberth

Starke Bilder von starken Frauen sind ab 1. Juni bei einer Ausstellung des Nepalhilfe Kulmbach e.V. im Café Schoberth in Kulmbach zu sehen. Eine Ausstellung, die man nicht versäumen sollte.
Eine bewegende Ausstellung, die von der Kraft starker Frauen erzählt, im Hier und Heute. Zwar „am Ende der Welt“, aber aktuell wie eh und je. 

Die kleine aber feine Fotoausstellung des Nepalhilfe Kulmbach e. V. mit Bildern von Thomas Feser ist gerade in Vorbereitung. Manfred und Christine Ströhlein vom Fotoamateur-Club Mainleus-Kulmbach sind (Vereinsübergreifend) dabei, die Fotos zu rahmen und die Einladungen an Ehrengäste sind geschrieben und versendet.

Sonja Promeuschel, 1. Vorsitzende des Vereins, die sich seit nunmehr 16 Jahren um sinnvolle und effektive Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen in Nepal kümmert, ist hocherfreut über den Eifer, den alle Beteiligten an den Tag legen: „Öffentlichkeitsarbeit ist für unseren Verein, der in hohem Maße auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen ist,  sehr wichtig. Mittels der Ausstellung mit den tollen Bildern von Thomas Feser haben wir eine gute Möglichkeit, um unsere Arbeit in wahrstem Sinne bildhaft vorzustellen, insbesondere auf die Situation der Frauen in Nepal, ihren Alltag hinzuweisen, passend zum Gesamtthema dieses Jahres - Frauen in Nepal“.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 1. Juni um 11.00 Uhr im Café Schobert in der Kulmbacher Spitalgasse statt. „Nepals starke Frauen“ zeigt 4 Wochen den Alltag von Mädchen und Frauen in der nepalesischen Gesellschaft. Die Bilder folgen keinen Klischees. Vielmehr erzählen sie die ganz persönlichen Geschichten einzelner Menschen. Die Kamera begegnet den porträtierten Frauen dabei behutsam und auf Augenhöhe. So gelingt es,  Situationen aus dem tatsächlichen Leben einzufangen, die von Sehnsucht über Hoffnung bis hin zur Begeisterung reichen. 
 
Die Bilder der Ausstellung entstanden als eine Auswahl für die Spendenkalender der Nepalhilfe Kulmbach. Der Kalender ist eine Kooperation zwischen der „Nepalhilfe Kulmbach e.V.“ und dem 23-jährigen Fotografen und Filmemacher Thomas Feser. Bei verschiedenen Veranstaltungen wurden die Kalender gegen eine Geldspende angeboten. Der Erlös floss in diesem Jahr in Hilfsprojekte für Frauen. Der Verein unterstützt damit Mädchen vom warmen Mittagessen in der Schule über Bildungs-patenschaften bis hin zur Berufsausbildung. Er fördert Frauen beim Aufbau einer eigenen Existenz, versorgt sie medizinisch und kümmert sich um Aufklärung in den Bereichen Hygiene, und gesundes Essen für ihre Kinder. 
 


Thomas Feser ist 23 Jahre alt, kommt aus Veitshöchheim bei Würzburg und hat gerade den Bachelorstudiengang Medienproduktion und Medientechnik an der OTH in Amberg abgeschlossen. Es handelt sich um einen Studiengang,  der so ziemlich alle Bereiche der Medienlandschaft abdeckt. Sein Schwerpunkt liegt auf den visuellen Medien, also Fotografie und Film. Er findet es spannend, Menschen in ihrer Lebenswelt zu begleiten, sie kennen zu lernen und ihre individuelle Situation für einen Zuschauer oder Betrachter möglichst aussagekräftig abzubilden. Ob das dann in einem Foto, einem Dokumentarfilm oder übertragen in ein fiktionales Drehbuch stattfindet, hängt immer von der Geschichte ab. 
 
Auf die Frage, wie der Kontakt zur Nepalhilfe Kulmbach zustande kam und wie seine erste Reise nach Nepal war, antwortete er: „Nach dem Abitur ging es mir so wie vielen anderen Jugendlichen auch. Ich wollte erst mal die Welt entdecken. Aber ich hatte schon die Zusage für meinen Studienplatz im Bereich Medienproduktion in der Tasche. Das Weltentdecken war für mich daher nur als Kurztrip möglich. In einem Gespräch mit meiner Tante, Dr. med. Gaby Philipp, kamen wir darauf, dass sie im Sommer zwei Wochen lang für eine Hilfsorganisation aus ihrer Heimatstadt nach Nepal reist, um dort als Ärztin zu helfen. Ich wollte über das Thema unbedingt eine Doku drehen und war dankbar, dass mir die Nepalhilfe Kulmbach erlaubt hat, sie zu begleiten. Also suchte ich mir online eine passende Film- und Fotoausrüstung zusammen und los ging das Abenteuer.“ 
Er war damals ein 18-jähriger Abiturient, der Europa davor noch nie verlassen hatte. So waren seine ersten Eindrücke vor Ort zunächst überwiegend beklemmend. Der Lärm und der Staub in Kathmandu; die abenteuerliche Bauweise und der Schimmel in den kleinen Ein-Zimmer-Wohnungen der Normalbevölkerung – ohne Matratze, ohne Fenster, im Grunde genommen ohne alles. „Am Anfang war ich so geschockt, dass ich gar nicht richtig filmen und fotografieren konnte. Es war dann aber die Kamera, die mir geholfen hat, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Die Kinder an der Projektschule in Malekhu waren begeistert von der technischen Ausrüstung. Sie haben mich kurzerhand mit auf Entdeckungsreise durch ihr Heimatdorf und in die atemberaubende Natur Nepals genommen, auf die sie sichtlich stolz waren.“ 
Inzwischen war Thomas Feser schon drei Mal für unterschiedliche Film- und Fotoprojekte in Nepal, unter anderem den Sternstunden Adventskalender im BR, und er weiß immer wieder neue, faszinierende Geschichten zu erzählen.