Ein Schreiben an ihre Patentante Ursula Galler, das wir gerne mit Ihnen teilen möchten.
Von der Bageshwari-Schule zum Arzt: Eine Reise geprägt von harter Arbeit sowie Ihrer Liebe und Unterstützung.
Dr. Renusha Bisunke
Zuallererst möchte ich meiner lieben Patenmutter und dem gesamten NHK-Team meinen tief empfundenen Dank für ihre unerschütterliche Unterstützung aussprechen. Dank Ihrer ständigen Ermutigung und Begleitung ist mein Traum wahr geworden, und dafür bin ich Ihnen unendlich dankbar. Träumen ist wichtig, aber den Weg zu ebnen, diese Träume Wirklichkeit werden zu lassen, ist noch viel wichtiger. Ohne Ihre unschätzbare Unterstützung wäre all dies nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank an meine liebe Patenmutter, das NHK-Team, meine geschätzten Lehrer und meine Familie.


Meine Lebensreise begann in den kleinen Klassenzimmern der Bageshwari-Schule. Ich stammte aus einer finanziell schwachen Familie, deren wahre Stärken Ausdauer, Geduld und unerschütterliche Entschlossenheit waren. Obwohl es uns zu Hause an materiellem Komfort mangelte, durfte die Hoffnung nie schwinden.
Schon früh verstand ich, dass Armut nicht nur eine Frage des Geldes ist; Es bedeutete auch eingeschränkte Möglichkeiten. Im Krankheitsfall ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, war eine schwierige Entscheidung, und Medikamente zu kaufen, stellte oft eine Herausforderung dar. Diese Erfahrungen führten mich zu einer Frage, die meine Zukunft prägte und auch der Traum meines Vaters war: Ich denke immer darüber nach, wie ich in meiner Zukunft Großes erreichen kann, und arbeite jeden Tag hart, um das Ziel meiner Familie zu verwirklichen. So führte mich das schließlich in den medizinischen Bereich.
Meine Schulzeit war von ständigen Anstrengungen geprägt. Alte Lehrbücher, abgenutzte Hefte und manchmal unbezahlte Gebühren gehörten zum Alltag. Während andere Freizeit genossen, konzentrierte ich mich voll und ganz auf mein Studium, denn Scheitern war keine Option. Es gab Momente des Zweifels und der emotionalen Erschöpfung, doch Aufgeben kam nie in Frage. Meine Ausbildung diente nicht nur meinem persönlichen Aufstieg; sie repräsentierte die Opfer meiner Eltern, ihre stille Arbeit und ihre unerfüllten Träume. Ich habe die Oberstufe (naturwissenschaftlicher Zweig) an der Bageshworee-Schule mit guten Noten und einem hohen Notendurchschnitt abgeschlossen und mit der Vorbereitung auf das Medizinstudium begonnen. Leider verstarb mein Vater an einem Schlaganfall.
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