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Während meiner Vorbereitung auf das Medizinstudium erlitt ich den schmerzlichsten Verlust meines Lebens. Diese Tragödie erschwerte meinen Weg zusätzlich – emotional, mental und finanziell. Die wirtschaftliche Lage meiner Familie war äußerst schwierig, und die Verfolgung eines so anspruchsvollen Traums wie des Medizinstudiums schien fast unmöglich.
Trotz dieser Schwierigkeiten weigerte ich mich aufzugeben. Ich lernte jeden Tag unermüdlich und hielt mit unerschütterlicher Entschlossenheit an meinem Traum fest. Durch kontinuierliche Anstrengung und Beharrlichkeit erhielt ich schließlich ein Vollstipendium für das Medizinstudium. Dies war ein Wendepunkt in meinem Leben, doch die Herausforderungen waren damit noch nicht vorbei. Auch mit dem Stipendium blieb die Fortsetzung meines Medizinstudiums finanziell sehr belastend.



An diesem kritischen Punkt stellte mir Dev Sir NHK vor, was zu einem Wendepunkt in meinem Leben wurde. Durch diese Verbindung lernte ich glücklicherweise meine Patenmutter kennen. Unsere Kommunikation begann über Gmail und setzte sich später über WhatsApp fort. In dieser Zeit empfand ich eine immense Hoffnung und Dankbarkeit. Zum ersten Mal glaubte ich wirklich, dass mein Traum, Ärztin zu werden, endlich in Erfüllung gehen könnte.
Diese Reise hat mir Widerstandsfähigkeit, Geduld und den Glauben an die Kraft der Beharrlichkeit gelehrt. Was einst wie ein unerreichbarer Traum schien, nahm durch Unterstützung, Freundlichkeit und unerschütterliche Entschlossenheit Gestalt an.
„Meine Patenmutter schrieb mir immer, was mich sehr freute. Sie gab mir so viel Liebe und Unterstützung, wofür ich ihr ewig dankbar sein werde.“
„Während dieser sechs Jahre hatte ich die Möglichkeit, viel zu lernen. Ich bin allen, die mir geholfen haben, meinen Traum zu verwirklichen, zutiefst dankbar.“
Das Medizinstudium war alles andere als einfach. Es war sehr anstrengend. Körperliche Erschöpfung, psychischer Druck und finanzielle Schwierigkeiten stellten meine Widerstandsfähigkeit immer wieder auf die Probe. Doch diese Herausforderungen stärkten mich, anstatt mich zu schwächen. Ich lernte Krankheiten aus Lehrbüchern kennen und verstand menschliches Leid durch eigene Erfahrungen. Diese doppelte Lernerfahrung formte mich nicht nur zu einer Ärztin, sondern auch zu einem mitfühlenden Menschen.



Derzeit bin ich als Assistenzärztin im Manahari-Krankenhaus tätig. Obwohl die Ressourcen hier begrenzt sind, ist die Verantwortung gegenüber den Patienten immens. Menschen kommen nicht allein ins Krankenhaus, um behandelt zu werden; sie suchen Vertrauen, Geborgenheit und Menschlichkeit. Jedes Mal, wenn ich einen älteren Patienten betreue oder eine besorgte Mutter tröste, werde ich an meine eigene Vergangenheit erinnert – an dieselben Schwierigkeiten, Ängste und Hoffnungen, die einst meinen Lebensweg prägten.
Ich stamme nicht aus wohlhabenden Verhältnissen, doch die Herausforderungen des Lebens haben mich auf viel bedeutsamere Weise bereichert – mit Erfahrung, Empathie und einem tiefen Pflichtgefühl. Die Schülerin, die einst die Bageshwari-Schule besuchte, steht nun im weißen Kittel und ist dennoch fest mit ihren Wurzeln verbunden, wo der Mut zum Träumen seinen Anfang nahm. Heute schrecken mich Herausforderungen nicht mehr ab; im Gegenteil, sie bestärken mich in meinem Entschluss, mit Würde und Mitgefühl zu dienen.
Wenn ich mich in meinem weißen Kittel sehe, bin ich überglücklich, dass ich mir den Traum aller erfüllt habe. Ich habe sehr hart gearbeitet, und mit Ihrer Unterstützung bin ich heute kontinuierlich als Dr. Renusha tätig.
Mein aufrichtiger Dank gilt meiner Patenmutter, dem gesamten NHK-Team, der gesamten Schulgemeinschaft der Bageshwari School, meiner Familie und all meinen geschätzten Lehrern, deren Anleitung und Unterstützung diesen Weg ermöglicht haben.
Dr. Renusha Bisunke
Ärztin
Manahari-Krankenhaus