Natürlich gab es auch Herausforderungen. Besonders problematisch war eine ständig defekte Behandlungseinheit, die wir trotz des teameigenen Ingenieurs nicht dauerhaft zum Laufen bringen konnten. Das erforderte viel Flexibilität und Improvisation, um die Behandlungen trotzdem durchführen zu können. Zum Glück waren die Menschen vor Ort unglaublich freundlich und engagiert, insbesondere die beiden Schulkrankenschwestern, die in jeder Situation (Stromausfall, Kompressor ausgefallen, Wassertank leer) mit Rat und Tat zur Seite standen, sowie die Kochfamilie, die uns zum Frühstück, Mittag- und Abendessen in der Schulküche mit köstlichen nepalesischen Gerichten wie Dal Bhat oder Momos versorgte. Ihre Gastfreundschaft hat unseren Aufenthalt sehr angenehm und familiär gemacht. Abends hatten wir an manchen Tagen auch noch Energie, eine Runde durch den Ort zu spazieren und die lokalen Geschäfte sowie den Markt zu besuchen. Auf unserem Weg wurden wir oftmals sofort als die „German Dentists“ erkannt und mit einem „Namaste“ gegrüßt. Malekhu am Ende wieder zu verlassen fiel uns allen entsprechend schwer. Die Verbindung zu den Menschen, das gemeinsame Arbeiten und Leben im Schulgebäude hinterließen einen tiefen Eindruck. Beim Abschied floss auf allen Seiten die ein oder andere Träne.
Zurück in Kathmandu hatten wir die Gelegenheit, das wunderschöne Tal mit seinen alten Königsstädten und beeindruckenden Tempeln zu besichtigen, was den Einsatz für uns endgültig unvergesslich machte. Insgesamt war diese Erfahrung für uns alle sehr bereichernd. Sie hat uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viel gegeben.
Daher sind wir uns sicher: wir werden nicht das letzte Mal in Nepal gewesen sein!
Von
Dorothea, Laura und Benedikt


